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Global Young People's Convocation

Tagung der Young People`s Convocation der United Methodist Church (Weltjugendrat der EmK) vom 16.07.-20.07.14 in Tagatay auf den Philippinen.

Vom 16. bis 20. Juli trafen sich auf den Philippinen junge MethodistInnen aus aller Welt zur GYPCLA (Global Young Peoples`s Convocation and legislative Assembly). 10 Delegierte aus der deutschen Zentralkonferenz brachen am 14.07.14 gemeinsam auf, um an der Tagung der GYPCLA teilzunehmen.

Aufgeregt und voller unbestimmter Erwartungen haben wir uns in Frankfurt/Main am Flughafen getroffen, um via Honkong nach Manila zu fliegen. Die abenteuerlichen, inhaltsreichen und begegnungsreichen Tage, die nun folgten wurden geprägt von der gemeinsamen Arbeit an gemeinsamen Themen und Anträgen, gemeinsamer geistlichen Zeit bei Gebet, Gottesdiensten und Liedern, Begegnungen mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ecken der Welt, Einblicke in das Leben der Menschen auf den Philippinen, anderen klimatischen Bedingungen und anderem Essen, dem Taifun Glenda und der großartigen Gastfreundschaft der Geschwister auf den Philippinen, die uns mit offenen Herzen und offenen Armen empfingen.

Gleich in der ersten Nacht wanderten wir buchstäblich auf den Spuren des Apostel Paulus und seinen auch gefährlichen Reisen im Dienste Jesu Christi. Wir erlebten den Taifun Glenda, der große Schäden in Manila und am Tagungszentrum anrichtete. Wir erlebten aber auch das Gott uns in dieser gefährlichen Situation schützte. Wir rückten durch die gemeinsame Erfahrung von Regen in den Zimmern, einem halb abgerissenen Dach, zersplitterter Fenster, einer nächtlichen Evakuierung in die Versammlungshalle, der plötzlichen und auch beängstigenden Ruhe im Auge des Sturms und anderem als große Gruppe enger zusammen. Gemeinsames Spielen, Singen, Beten und Warten war das einzige, das wir einen Tag lang tun konnten. Das Organisationsteam des DMYP (Division on Ministries with Young People) und der philippinischen Gemeinden vor Ort leisteten großartiges und fanden binnen kürzester Zeit eine neue Unterkunft für über 300 Personen, so dass unsere Tagung tatsächlich stattfinden konnte.

Hoch schlugen die Wellen der Diskussion gleich am Anfang der inhaltlichen Arbeit, als aus den deutschsprachigen Zentralkonferenzen der Antrag gestellt wurde, erst mit der Arbeit an den Anträgen zu beginnen, wenn alle Dokumente ins deutsche und alle anderen fehlenden Sprachen übersetzt worden wären. Thematisch beschäftigten sich die Anträge mit der Frage, welche Firmen die methodistische Kirche mit ihrem Geld unterstützt, wie ökofaire Anliegen in Konferenzen und Gemeinden umgesetzt werden können und wie sich die EmK zu der weltweit spannenden Frage des Umgangs mit gleichgeschlechtlicher Liebe verhält.

Ganz besonders emotional und intensiv wurde die Diskussion um die Streichung des Satzes „Die UMC kann die Ausübung der Homosexualität nicht gut heißen“ aus Paragraph 161 des Books of Discipline geführt. Die aufgrund eines Verfahrensfehlers später rückgängig gemachte Annahme dieses Antrags, sorgte für leidenschaftliche und erhitzte Stimmung. Gere Riest, legislativer Sekretär der Generalkonferenz brachte mit dem Satz: „Wir streben nach Liebe und nicht nach Siegen“, die ganze Versammlung zum Nachdenken und auch wieder auf den Boden der Liebe zurück. Der gute methodistische Geist auch in unterschiedlichen Meinungen in der Liebe zusammen zu stehen, zeigte sich auch in der gemeinschaftlichen Verabschiedung eines Statements zur Einheit der Kirche im Abschlussgottesdienst der GYPCLA.

Wir danken ganz besonders dem Team des DMYP für seine Arbeit, dem Team der philippinischen Geschwister für die Gastfreundschaft und der riesigen Arbeit und Kraft, die sie eingesetzt haben um die GYPCLA unter all den schwierigen Umständen zu ermöglichen.

 

Bericht von Lars Weinknecht und Verona Lasch