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Was ist ein (Jugend-)Freiwilligendienst?

Jugendfreiwilligendienste (FSJ/BFD) bieten jungen Menschen im Alter von 15-26 Jahren die Möglichkeit sich sozial zu engagieren und beruflich zu orientieren. Neben der praktischen Tätigkeit in sozialen Einrichtungen nehmen die Freiwilligen an 25 Seminartagen teil. Für Menschen ab 27 Jahren bieten wir außerdem Plätze im Bundesfreiwilligendienst 27+ an.

 

Was ist der Unterschied zwischen dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD)?

Die Unterschiede zwischen den Dienstformaten FSJ und BFD sind für die Freiwilligen während der Dienstzeit kaum wahrnehmbar. Die Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, Taschengeld etc.) sind für beide Dienste gleich. Die Freiwilligen im BFD nehmen lediglich zusätzlich an einem Seminar zur Politischen Bildung teil.


Weitere Infos zum FSJ und BFD gibt's hier von A bis Z:

Altersgrenze - Am Jugendfreiwilligendienst (FSJ/BFD) kannst du teilnehmen, wenn du zwischen 15 und 26 Jahren alt bist und die Vollzeitschulpflicht erfüllt hast. Für Menschen ab 27 Jahren bieten wir Plätze im Bundesfreiwilligendienst 27+ an.

 

Ansprechperson - Während des Freiwilligendienstes hast du sowohl beim Träger als auch in der Einsatzstelle, in der du arbeitest, eine Ansprechperson, an die du dich bei Fragen oder Problemen wenden kannst.

 

Arbeitslosenversicherung - Während des Freiwilligendienstes werden vom Träger Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil). Nach einem 12-monatigen Dienst besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld. Hierfür musst du dich drei Monate vor Beendigung des FSJ/BFD bei der Agentur für Arbeit melden, um deine Ansprüche geltend machen zu können.

 

Arbeitsunfall - Während des FSJ/BFD bist du über deine Einsatzstelle unfallversichert. Über einen Unfall während der Arbeit muss sowohl der Träger als auch dein Anleiter in der Einsatzstelle informiert werden. Ein Unfall auf dem Arbeitsweg oder während der Seminare gilt ebenfalls als Arbeitsunfall.

 

Arbeitszeit - Im Jugendfreiwilligendienst beträgt die wöchentliche Arbeitszeit in der Regel 40 Stunden. In vielen Einrichtungen arbeitest du im Schichtdienst (keine Nachtdienste) und auch an Wochenenden und Feiertagen. Dafür erhälst du einen Freizeitausgleich. Bei Minderjährigen gelten zudem die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Die Seminarzeit gilt ebenfalls als Arbeitszeit. Im BFD 27+ ist eine Teilzeitbeschäftigung (21-40 Wochenstunden) möglich.

 

Ärztliche Untersuchungen - Vor Beginn des Freiwilligendienstes ist eine allgemein-medizinische Untersuchung beim Hausarzt notwendig. Einige Einrichtungen verlangen außerdem ein Gesundheitszeugnis und die Hepatitis B Impfung. Welche Bescheinigungen du benötigst, erfährst du rechtzeitig vor Antritt deines FSJ/BFD.

 

Aufgaben im Jugendfreiwilligendienst - Die Aufgaben im Freiwilligendienst sind abhängig vom gewünschten Tätigkeitsfeld und der entsprechenden Einsatzstelle. In der Regel übernimmst du pflegerische, betreuende und z. T. auch hauswirtschaftliche Aufgaben.

 

Ausländer*innen/Geflüchtete im Jugendfreiwilligendienst - Menschen aus dem Ausland und Geflüchtete können ebenfalls einen Freiwilligendienst leisten. Dies ist abhängig von der jeweiligen Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis. Die entsprechenden Möglichkeiten und Rahmenbedingungen sind individuell zu klären.

 

Ausweis - Zu Beginn deines FSJ/BFD erhälst du einen Freiwilligendienstausweis, mit dem zu z. B. Vergünstigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln oder Eintrittsgeldern erhalten kannst.

 

Beginn - In der Regel beginnt der Jugendfreiwilligendienst am 1. September (siehe auch Dauer). Im BFD 27+ ist ein Einstieg ganzjährig möglich.

 

Berufsschulpflicht - Während des Jugendfreiwilligendienstes setzt die Berufsschulpflicht aus.

 

Bescheinigung - Zu Beginn und am Ende deines FSJ/BFD erhältst du vom Träger eine Bescheinigung, die als Nachweis gegenüber Behörden o. ä. gilt.

 

Bewerbung - Für einen Freiwilligendienst musst du dich schriftlich beim Träger bewerben. Bei einem persönlichen Bewerbungsgespräch schauen wir gemeinsam nach einer geeigneten Einsatzstelle. Nach einem anschließenden Gespräch in der Einsatzstelle und ggf. einer Hospitation entscheidest du dich. Bewerbungsfristen gibt es bei uns nicht, wir nehmen das ganze Jahr über Bewerbungen entgegen. Sollten wir dir nicht gleich einen passenden FSJ/BFD-Platz anbieten können, nehmen wir dich in unsere Wartliste auf und informieren dich, sobald ein geeigneter Platz frei wird.

 

Bezahlung – Während des Freiwilligendienstes erhälst du ein monatliches Taschengeld inkl. einer Pauschale für Unterkunft und Verpflegung.

 

Dauer - Der Jugendfreiwilligendienst wird in der Regel für 12 Monate geleistet. Sowohl FSJ als auch BFD beginnen regulär am 1. September und enden am 31. August. Falls freie Plätze verfügbar sind, ist auch ein späterer Einstieg möglich. Die Mindestdauer zur Anerkennung deines FSJ/BFD beträgt 6 Monate. Der Freiwilligendienst kann außerdem um bis zu 6 Monate verlängert werden.

 

Einarbeitungszeit - Die ersten 6 bis 8 Wochen deines Freiwilligendienstes gelten als Einarbeitungszeit, in der du von deinen Kollegen an das jeweilige Tätigkeitsfeld herangeführt wirst.

 

Einsatzstelle - Die Einsatzstelle ist die Einrichtung, in der ein FSJ oder BFD geleistet werden kann. Ein Einsatz ist in verschiedenen Bereichen möglich, z. B. Kranken- und Altenpflege, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Kirchgemeinden.

 

Freistellung vom Dienst - Für Bewerbungsgespräche ist eine Freistellung vom Dienst für bis zu 3 Tage möglich.

 

Gesetze - Im Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) findest du alle wichtigen Bestimmungen bzgl. der Ableistung deines FSJ. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den BFD sind im Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) festgehalten.

 

Kindergeld - Während des FSJ/BFD besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld entsprechend der gesetzlichen Regelungen.

 

Krankheit - Während des FSJ/BFD bist du gesetzlich krankenversichert (siehe Versicherung). Solltest du im Freiwilligendienst krank werden, musst du unverzüglich deine Einsatzstelle informieren und zum Arzt gehen. Deinen Krankenschein musst du innerhalb von 3 Werktagen in deiner Einsatzstelle abgeben.

 

Kündigung - Während der Probezeit (FSJ 10 Wochen, BFD 6 Wochen) können sowohl die Freiwilligen auch der Träger bzw. die Einsatzstelle innerhalb einer Woche kündigen, ohne einen Grund dafür angeben zu müssen. Ansonsten gilt eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende.

 

Ordnungen - Hier können die Ordnungen zum Freiwilligen Sozialen Jahr und zum Bundesfreiwilligendienst nachgelesen werden.

 

Seminare - Im Jugendfreiwilligendienst ist eine Teilnahme an 25 Seminartagen gesetzlich vorgesehen. Diese werden vom Träger als Blockveranstaltungen organisiert und durchgeführt. Da die Seminarzeit gilt als Arbeitszeit gilt, wirst du von deiner Einsatzstelle dafür freigestellt. Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst 27+ nehmen an 1 Seminartag/Monat teil.

 

Taschengeld - siehe Bezahlung

 

Träger - Der Träger ist als Schnittstelle zwischen Freiwilligen und Einsatzstellen für die Rahmenbedingungen des FSJ/BFD zuständig. Wir agieren als Vertrags- und Ansprechpartner sowohl für Freiwillige als auch für Einsatzstellen. Wenn du einen Freiwilligendienst beginnen möchtest, bewirbst du dich direkt beim Träger.

 

Unterkunft - In der Regel können weder wir als Träger, noch unsere Einsatzstellen eine Wohnmöglichkeit zur Verfügung stellen. Deine Unterkunft musst du für die Zeit des Freiwilligendienstes daher privat organisieren und finanzieren. Nur vereinzelte Einrichtungen stellen kostengünstige Wohnheimplätze zur Verfügung.

 

Urlaub - Bei einem 12-monatigen Einsatz besteht ein Anspruch auf 27 Tage Urlaub (bei einem kürzeren Einsatz entsprechend weniger). Die Urlaubsplanung erfolgt in Absprache mit der Einsatzstelle. Während der Seminare darf kein Urlaub genommen werden. 

 

Vereinbarung & Vertrag - Zu Beginn des Freiwilligendienstes wird eine Vereinbarung geschlossen, die vom Freiwilligen, vom Träger und von der Einsatzstelle unterschrieben wird. BFD-Verträge werden zusätzlich vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) in Köln unterschrieben.

 

Versicherung - Während des FSJ/BFD musst du dich bei einer gesetzlichen Krankenversicherung selbst krankenversichern. Das heißt, du bist nicht mehr über deine Eltern familienversichert. Außerdem werden von der Einsatzstelle alle weiteren Beiträge zur Sozialversicherung übernommen.

 

Zeugnis - Nach Ableistung eines BFD besteht Anspruch auf die Ausstellung eines Zeugnisses. Auf Wunsch kann auch nach Beendigung eines FSJ ein Zeugnis erstellt werden.